Moin moin,
eigentlich gibt es bei mir in letzter Zeit im Haus nicht so viel zu lachen. Los ging es damit, dass im 4. Stock renoviert wird und wir deswegen einem ziemlich penetranten Hämmern und Bohren ausgesetzt sind. Aber naja, muss ja sein.
Wasser aus dem 4. Stock
Dann: Wasserschaden. Irgendwas hat der Klempner da oben falsch gemacht, sodass das Wasser schön durch das ganze Haus bis zu uns ins Erdgeschoss gelaufen ist und schließlich unter der Spüle aus der Wand kam. Tja und wie das bei einem Wasserschaden so ist, hatten wir anschließend keine Tapete mehr an der Wand, sondern eine Heizplatte und außerdem noch ein Trockengerät. Dieses hat uns die nächsten Wochen mit seiner Anwesenheit beehrt und für die musikalische Untermalung gesorgt, indem es mit der Lautstärke von einem überdimensionalen Föhn die getrocknete Luft nach draußen geblasen hat.
Das ist zum Glück alles vorbei, mittlerweile ist sogar schon wieder neu tapeziert und gestrichen und bald kommt auch der Schrank wieder an die Wand.
Aufmunterung für zwischendurch
In der Zeit hingen bei uns allerlei Zettel an der Tür, auch noch wegen einem Rohrbruch im Keller, Legionellen im Wasser und der Montage von Heizkostenverteilern (was auch immer das ist...).
Da dachte ich mir, so kann es doch nicht weitergehen. Irgendwie verbreitet so eine zugeklebte Tür einfach schlechte Stimmung schon wenn man das Haus morgens verlässt.
Und so habe ich dieses Schild gemalt:
Zack an die Tür gehängt und am nächsten Morgen wieder danach geschaut. Und tatsächlich hatten ein paar Nachbarn Kommentare dazu hinterlassen. "Wir wünschen euch auch ein sonniges Wochenende" und "Schöne Idee" zum Beispiel.
Das war mir die Mühe schon wert. Und der Gedanke, jemandem vielleicht den Start in den Tag versüßt zu haben, sowieso.
Außerdem wisst ihr ja bestimmt: Es kann nie schaden, sich mit seinen Nachbarn gutzustellen. Stichwort: Nächste Party...
Sonnige Grüße,
Eure Lena
Moin ihr Lieben,
ihr kennt es bestimmt. Ihr seid von der Schule oder von der Uni gekommen und sitzt nun zu Hause.
Aber irgendwie ist es noch viel zu früh zum Essen, noch nicht spät genug, um Schlafen zu gehen und ihr seid nicht motiviert, noch irgendetwas Sinnvolles zu machen.
Und dann kommt sie - die Nachricht. In früheren Zeiten war es vielleicht auch ein Anruf, dann eine SMS und heute meistens eine Whatsapp-Nachricht: "Hey, hast du Lust und Zeit noch was zu unternehmen?" Und alles in mir schreit: Jaa!
Danke, liebe Lea. Du hast hiermit offiziell meinen Abend gerettet. Und der Schoko-Brownie mit Vanilleeis, der meine Geschmacksknospen in höchste Verzückung versetzt hat. Das wiegt auch das schlechte Gewissen auf, das mich schon wieder nervt, weil ich das schöne Wetter ja auch zum Joggen hätte nutzen können.
Eine Runde schnacken bitte
Hätte, hätte, Fahrradkette. Ich liebe diesen Spruch einfach! Denn so what, jetzt habe ich mein Süßigkeitenpensum halt mal wieder überschritten.
Darum gehts hier ja auch gar nicht. Sondern darum, dass ich solche spontanen Treffen liebe. Einfach in die schnuckelige Bar um die Ecke (Der Frachtraum, kann ich nur empfehlen ;)) und dann noch für ein oder zwei Stunden die Gesellschaft des Anderen genießen und über Gott und die Welt schnacken. Das ist übrigens mein Hamburger Lieblingswort. Und erinnert mich daran, wie ich es einmal im Gespräch mit meinen Stuttgarter Freundinnen verwendet habe. Unverständnis pur und lange Gesichter - mal abgesehen vom leisen Kichern, weil das Wort so witzig klingt.
So hat also mein Abend noch eine unerwartete Wendung genommen. Dafür muss ich mich jetzt zwar an meine Uni-Texte setzen, aber das war es mir wert. Deswegen haben Lea und ich auch gleich abgemacht, dies in Zukunft öfter zu machen. Pinky-Promise und so, hihi.
Denn mal ehrlich: irgendwie findet man immer Zeit. Es kennt wohl jeder die Person, die nie irgendwie kann. Und das ist gar nicht unbedingt böse gemeint - es wird ja (hoffentlich) nicht abgesagt, weil derjenige keinen Bock auf mich hat. Aber wenn er sich bewusst machen würde, welche Freude so ein spontanes Treffen macht, würde er es sich vielleicht noch einmal anders überlegen.
Also nehmt euch Zeit und bleibt happy!
Eure Lena
Moin Moin ihr Lieben,
ich komme gerade aus dem Kino Metropolis und bin immer noch ziemlich beeindruckt. Und zwar nicht vom neusten Hollywood-Blockbuster sondern von einem Dokumentarfilm.
What, eine Doku?! Ja genau, hätte ich selbst auch nicht so richtig gedacht aber der Film hat mich absolut positiv überrascht. Es ist ja jetzt nicht so, dass ich Dokumentationen allgemein total langweilig finde aber ihr kennt das doch bestimmt. Ein Thriller mit Leonardo Di Caprio erzeugt doch mehr Spannung und ist auch schöner zum anschauen ;)
Dazu gekommen, diesen Film zu schauen, bin ich über die Eimsbütteler Nachrichten, deren Redaktion zur Eröffnung der Dokumentarfilmwoche Hamburg eingeladen wurde. Die hat heute begonnen und geht noch bis zum 12. April.
Der Eröffnungsfilm "Flotel Europa" hat das Thema Flüchtlinge behandelt. Dabei hat der Regisseur Vladimir Tomic eine ganz persönliche Geschichte erzählt.
Er kam damals als Junge mit seiner Mutter und seinem Bruder aus dem ehemaligen Jugoslawien nach Dänemark und wurde in der Flüchtlingsunterkunft Flotel Europa, einem Schiff, untergebracht.
Im Film erzählt er von seinem Leben auf dem Schiff, den Freunden, die er dort gefunden hat, den schönen sowie den schlechten Erlebnissen sowie seiner ersten Liebe.
Dabei hat mich die Geschichte richtig in ihren Bann gezogen: Wie geht es mit seinem Jugend-Schwarm weiter? Und werden seine Freunde es schaffen, ein dänisches Mädchen zu heiraten, um an einen Pass zu kommen?
Der Eröffnungsfilm wird noch ein weiteres Mal gezeigt, morgen Abend im 3001. Ansonsten gibt es noch viele weitere interessante Filme, die bis zum 12. April in verschiedenen Kinos gezeigt werden. Darunter ist zum Beispiel eine Dokumentation eines Filmemachers aus Eimsbüttel.
Das Programm der Dokfilmwoche findet ihr hier.
Schaut doch einfach mal vorbei, der Eintrittspreis beträgt regulär 7,50€, Ermäßigung gibt es nach eigenem Ermessen.
Lasst euch in andere Welten verführen, staunt und fühlt!
Eure Lena