Moin Moin ihr Lieben,
nach sechs Tagen habe ich das Schwabenländle schon wieder verlassen. Jeden Tag war volles Programm: so viele Freunde treffen wie möglich, gleichzeitig die Familie nicht außen vor lassen und sich ein wenig Zeit für sich selbst gönnen. Aber ich habe es geschafft alles unterzukriegen und so hatte ich eine tolle Vor-Weihnachtszeit mit einer Geburtstagsfeier, einem gemütlichen Café-Abend, einem Theater-Stück und der alten Tradition, bei mir im Keller bis fünf Uhr morgens Karten zu spielen. Einfach herrlich!
Außerdem freue ich mich jedes Mal, wenn ich im Supermarkt, auf dem Weihnachtsmarkt oder im Nachtbus jemanden treffe, den ich kenne. Dann weiß ich, hier ist meine Heimat.
Jetzt bin ich zurück im Norden, bei dem Rest meiner Familie. Vielleicht sind die norddeutschen Wurzeln ja auch ein Grund warum es mich so nach Hamburg gezogen hat..
Dieses Jahr war es für mich aber etwas Besonderes: Meine Cousins und meine eine Cousine sind (fast) alle älter als ich, mache sogar um die zehn Jahre. Und gerade früher machte das einen riesigen Unterschied! Klar, dass man als Zehnjährige über andere Sachen spricht als ein Zwanzigjähriger. Zum Glück nähert sich das aber mit der Zeit immer mehr an und so war es dieses Jahr endlich so weit: Wir waren gemeinsam feiern!
Das Feiern nach dem Essen mit Großeltern, Onkeln und Tanten war schon lange Tradition aber bisher war ich nie alt genug oder nicht anwesend. Und so war ich dementsprechend gespannt, als wir alle "ins" Plengemeyer gefahren sind.
Allein die Hinfahrt wird mir in Erinnerung bleiben: Neun Leute in einem Auto. Bei Witzen wie "Morgen sieht man Lenas Gesicht in der Windschutzscheibe" könnt ihr euch vorstellen, wie bequem es für mich war.
Dann das Plengemeyer. Es wurde mir als "Gasthaus mit angebautem Zelt" beschrieben und das trifft es ganz gut. Ich kam mir ein bisschen vor wie auf dem Wasen nur ohne die Bierbänke und Dirndl. Meine erste Dorfdisco-Erfahrung sozusagen.
Trotzdem (oder gerade deswegen!) hatte ich sehr viel Spaß. Nachdem ich mich ausgiebig umgeschaut und meine Faszination überwunden hatte, habe ich mich mitreißen lassen: zum Tanzen und Helene Fischer Lieder grölen. Einfach toll so was. Auch, dass man so spontan feiern gehen kann ist eine coole Abwechslung zu all den aufgestylten Party-Abenden. Ich hatte T-Shirt und Jeans an, einen zerzausten Flechtezopf und mein Make-Up bestand aus einem hastig gezogenen Eyeliner. Es war völlig egal.
Das Ganze habe ich natürlich meinen Cousins zu verdanken, die mir kurzerhand noch einen Schlafplatz auf der Couch organisierten und mich auf der Fahrt mit Gesängen ("Lena fährt ins Plengemeyer") auf die Party eingestimmt haben.
Und da an diesem Abend fast jeder einen Kommentar zu meinem Blog abgegeben hat, widme ich euch diesen Eintrag.
Ich freue mich schon aufs nächste Jahr!
Eure Lena
Hab deinen Blog gerade entdeckt und er gefällt mir echt super! Mach weiter so :)
AntwortenLöschenLiebste Grüsse, Sophia <3
Vielen Dank! :)
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