Donnerstag, 15. Januar 2015

Ein Abend mit Olaf

Hallo zusammen,

es geht heute (leider) nicht um mein neustes Date, sondern um ein politisches Thema: 
Ich war am Montag bei einer Diskussion mit Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz. Eingeladen waren alle Bürger von Eimsbüttel, die sich für seine Politik interessierten. 

Die Location war ein kleiner Saal im Untergeschoss der Hamburger Kammerspiele, in der Nähe der Uni also und perfekt, um sich die Vorstellungen der SPD für die Zukunfts Hamburg einmal anzuhören. 

Überall stand Polizei und vor dem Theater hatten sich zwei kleine Demonstrationsgruppen versammelt, die, wenn ich das richtig gesehen habe, gegen Scholz' Flüchtlingspolitik protestierten. Sie waren es dann auch, die den Anfang der Diskussion und seinen Vortrag mit lautstarken Protestrufen störten. Im Raum, wohlgemerkt. 
Nachdem die Gruppe sich wieder beruhigt hatte, sprach Olaf Scholz erst einmal über seine allgemeinen Themen im Wahlkampf und was er in seiner bisherigen Zeit als Hamburger Bürgermeister erreicht hatte. 

Anschließend war es Zeit für die Fragen der Bürger. Das Publikum, überwiegend der älteren Generation angehörend, war gut vorbereitet und stellte viele Fragen. Zur Flüchtlingspolitik, zu den Hamburger Mietpreisen und, eines der wichtigsten und am häufigsten angesprochenen Themen, die Fahrradwege in Hamburg und speziell in Eimsbüttel. Unnötig zu sagen, dass Herr Scholz die Situation am Eppendorfer Weg, oder wo auch immer, nicht speziell kannte und deswegen nur sagen konnte, dass sie viel Geld in den Ausbau der Fahrradwege stecken werden. Naja, was soll er schon sagen. 

Allgemein muss ich sagen, dass ich persönlich nicht hundert Prozent überzeugt war. Einerseits hat er keine "falschen Versprechen" gemacht (wie er auch immer wieder betonte), andererseits wurde doch auch schön nach Politikerart viel drumherum gelabert. 
Ich muss aber zugeben, dass ich bei der Hamburger Politik nicht wirklich gut informiert bin und deswegen viele Probleme auch (noch) nicht nachvollziehen kann. 
Aber das wird sich hoffentlich bald ändern! 

Deswegen habe ich auch vor, noch zu weiteren Diskussionen anderer Parteien zu gehen. Denn dann kann ich (hoffentlich) gut vergleichen, wer mich am meisten überzeugt. Einfach nur sagen "gefällt mir nicht", aber nicht wissen, was sonst ist doch bescheuert. 

Schön passend als Politikstudentin werde ich deswegen auch bei der Wahl am 15. Februar als Wahlhelfer arbeiten. Das wollte ich schon länger einmal machen und bin sehr gespannt wie es ablaufen wird!!

Nur noch eines zum Abschluss: Die Hamburger Bürgerschaftswahl ist am 15. Februar 2015. 
GEHT ALLE WÄHLEN!!!

"Ich bin gar nicht hier" ist keine Ausrede, denn wie mittlerweile jeder wissen sollte, gibt es auch die Möglichkeit per Briefwahl zu wählen. "Es interessiert mich nicht" ist zwar ein klarer Grund, aber mal ehrlich: wie kann einen das nicht interessieren? Ich bin jetzt auch nicht DIE Politik-Heldin und ich kenne mich auch nicht sehr gut aus. Aber es ist so unglaublich WICHTIG! Das Schlimme ist, dass am Ende meistens die über die Politik meckern, die gar nicht gewählt haben. Und alleine deswegen finde ich, dass jeder wählen gehen sollte. Es wird vielleicht keine weltbewegenden Änderungen ergeben, aber am Ende entscheiden die Bürger, also wir alle. Und Politik geht uns alle an, egal in welchen Bereichen. Wenn wir das Recht aufgeben, wählen gehen zu können, läuft doch irgendetwas falsch. Wer möchte schon lieber wieder ins Mittelalter mit einem König?! Oder: "Wer möchte schon lieber die ganzen Scheiß-Nazis", wie ein Freund von mir es so charmant formulierte.

Natürlich ist das jetzt leicht überzogen, aber ich möchte deutlich machen, dass wir uns alle aktiv beteiligen müssen (wenigstens bei der Wahl), wenn wir wollen, dass unsere Demokratie weiterhin so gut funktioniert. Und das tut sie, wenn man sich einmal die Situation in anderen Ländern ins Gedächtnis ruft. 

Also denkt daran, 15. Februar ist gesetzt! ;)
Eure Lena

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